Haus des Übergangs

Der geliebte Mensch wird zum betrauerten Verstorbenen. Die Ehefrau wird zur Witwe, der Ehemann zum Witwer, die Kinder zu Waisen. Bis zur Trauerfeier und auch während der Trauerfeier ist der Verstorbene noch da, leiblich sichtbar im Sarg. Danach beginnt die Zeit ohne den geliebten Menschen. Bis zur Trauerfeier waren häufig die Verwandten und Freunde zur Seite, stützend und tröstend. Danach muss der Weg alleine gegangen werden, der Alltag geht auch für die Freunde wieder weiter. Zurück bleibt ein Mensch in seiner Trauer. Aber auch hier wurde der Übergang eingeleitet. Der Witwer, die Witwe muss seine oder ihre Lebensmitte neu defi nieren. Kinder lernen ohne Mutter oder Vater zu leben, Eltern ohne das geliebte Kind. Im „Haus des Übergangs“ wird kein Schlusspunkt gesetzt, sondern entscheidende Weichen gestellt für den weiteren Trauerweg.